Montag, 21. Dezember 2009Der Vogel ist gelandet
Nachdem wir noch ein, zwei Schleifen unterwegs waren, konnte das Flugzeug dann endlich landen. Negombo, die Flughhafen-Stadt, befindet sich etwa 40km weit weg von der Hauptstadt Sri Lankas: Colombo. Von deren Größe bekommt man in Negombo selbst nichts mit. Der Flughafen ist auch beschaulich, verglichen mit Frankfurt oder Dubai. So weit ich das gesehen habe, gibt es nur eine kombinierte Lande- und Startbahn. Fotos vom Flughafen habe ich keine, denn es ist dort verboten Foto- oder Videoaufnahmen anzufertigen. Da ich sonst auch niemand gesehen habe, der sich darüber hinweggesetzt hätte habe ich mich auch dran gehalten. Zusätzlich ist wirklich genügend Militärpräsenz da, um das Verbot durchzusetzen. Noch bevor wir aus dem Flugzeug ausgestiegen sind, konnte man gerade eine Einheit dabei beobachten, wie sie das Gras um die Landebahn durchkämmt haben. Vom Flugzeug zum Flughafen war keine Gangway und wir erfuhren zum ersten Mal Urlaubstemperaturen. Es war zwar bewölkt und leicht regnerisch, doch die Temperatur war da. Endlich mal wieder warm.
Wir sind dann brav den Schildern "Arrival" gefolgt und durften uns in die Passkontrollschlange einordnen. Danach noch Gepäck abholen und ab in's Sri Lanka Leben. Das ging los in der Halle nach dem Gepäckabholen. Dort waren die ganzen Reiseveranstalter und haben versucht sich ihre Touristen zuzuordnen. Letztendlich ging es, wir haben zügig einen Mann mit Der-Tour Schildchen gefunden. Der konnte uns auch in seiner ausgedruckten Tabelle finden und hat uns unseren Fahrer vorgestellt. Kurzes Händeschütteln und dann raus, denn in der Empfangshalle war es eigentlich zu laut und zu voll um große Reden zu schwingen. Wie sich herausstellt, ist es draussen auch nicht anders. Vor der Türe ist eine Kurzparkzone in Form eines Boardsteins. Dort ist auch die Hölle los. Permanent kommen Kleinbusse und andere Fahrzeuge angefahren und fahren wieder weg. Es wird viel gehupt und entsprechend viele Wartende stehen am Boardstein. Der lange Flug und der Schlafmangel unterstütz die Reizüberflutung zusätzlich. Unser Fahrer sagt uns, wir sollen hier warten, er holt das Auto. "Nicht weglaufen", schärft er uns nochmals ein. Nach gefühlten zehn Minuten kam er dann mit dem Auto und wir konnten Koffer und Handgepäck einladen. Die erst kurze Fahrt sollte uns zum Hotel Jetwing Seashells führen und gab uns die Möglichkeit einander vorzustellen. Unser Fahrer hat einen Namen, den man sich kaum merken und genausowenig ausprechen kann. Aber wir können ihn "Hetti" nennen. Ich frage ihn, ob überall in Sri Lanka all 100m ein schwer bewaffneter Soldat steht. "Nein, das ist nur, weil der Präsident zu Besuch kommt und die selbe Straße entlang fährt", antwortet er mir. Na, das hat mich doch beruhigt. Nach etwa 15 Minuten sind wir angekommen und konnten in das erste Hotel einchecken. Zur Begrüßung und für die Nerven gibt es dort einen Holzapfelsaft und ein kaltes Tuch. Dabei können wir die Reisepassnummer, Name und noch ein paar Sachen in ein Formular einfüllen. An dieses Prozedere werden wir uns gewöhnen, denn das wird in jedem Hotel fällig. Eigentlich klingt das nach viel Bürokratie aber ich könnte jetzt gar nicht genau sagen, ob das in Deutschland nicht genauso ist. Unser Zimmer, das eines der kleineren der Tour sein sollte, war immer noch großzügiger als alle Zimmer die ich bislang in Hotels hatte. Die Austattung ist eher typisch, d.h. ein Doppelbett, kleine Couch mit Tischchen und Balkon. Fernseher hatte es auch überall und zu meiner positiven Überraschung kamen auch jeden Tag einmal die Simpsons. Jedenfalls war nun erstmal ein bisschen Schlaf aufarbeiten angesagt, schließlich war es schon elf Uhr ... morgens. Nach dem erfrischenden Nickerchen sind wir erstmal ein wenig den Strand entlang gegangen. Es war zwar weiterhin bedeckt, aber es hat gerade nicht geregnet. Auf dem Meer waren viele Fischerboote in traditioneller Bauweise zu sehen. Weitere Fischer waren am Strand und haben Netze geflickt. Touristen waren sehr wenig unterwegs, da die Saison nach Aussage von Hetti noch nicht so richtig angelaufen sei. Wir haben nur ein Grüppchen Asiaten beim Muschelsuchen gesehen. Zurück im Hotel haben wir uns erstmal in den Pool gestürzt und dort ein paar Bahnen gezogen. Nach dieser Erfrischung hatten wir eine kleine "Besprechung" mit Hetti, wie der morgige Tag und die gesamte Reise ablaufen soll. Abendessen war dann 19 Uhr und man kann sagen, es war sehr lecker. Angesichts der Tatsache, dass das Jetwing Seashells ein Hotel der schlechteren Kategorie im Katalog ist, kann man sich wirklich nicht beschweren. Es gab ein vier gängiges Menue mit jeweils zwei verschiedenen Gerichten zur Auswahl. Beim Hauptgang waren sogar drei Gerichte zur Auswahl. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich mich für das Hühnchencurry entschieden, um mich gleich landestypisch zu ernähren. Nach dem Essen war es auch schon wieder Zeit für Matratzenhorchen, denn am nächsten Tag sollte es schon 8 Uhr losgehen, da eine längere Fahrt vor uns lag. Freitag, 18. Dezember 2009Ein Abenteuer beginnt
Lange haben wir darauf gewartet und am 14. November 2009 war es dann so weit. Unsere Hochzeitsreise beginnt. Früh morgens ist bereits alles gepackt, gebucht und sonst auch irgendwie organisiert und es konnte losgehen. Mit dem ICE sind wir zum Fernbahnhof des Frankfurter Flughafen gefahren. Sicherheitshalber habe ich sogar Sitzplätze reserviert. Das war im Nachhinein gesehen nicht notwendig, aber man will ja auch am Anfang einer vierwöchigen Reise nicht gleich stehen. Natürlich waren wir auch viel zu früh am Flughafen, aber mit einem Zug später, wäre es vielleicht knapp geworden. Und wer mit Wortschnipseln wie "Personenschaden" oder "defekte Weiche" bekannt gemacht wurde, nimmt doch lieber die Wartezeit in Kauf. Die ist am Frankfurter Flughafen sowieso eher kurzweilig, denn es gibt ja zu Essen und jede Menge zu sehen. Besonders positiv aufgefallen ist, dass wir das Gepäck gleich beim Fernbahnhof aufgeben konnten. Das ist echt eine feine Sache und erinnert ein wenig an Stoibers 10 Minuten Rede. Man checkt praktisch dirrrekt am Bahnhof ein.
Nur mit Handgepäck haben wir uns dann am Flughafen verköstigt, ein letztes Mal McDonalds, und auf den Flieger gewartet. Ich glaube der ist dann recht planmäßig Richtung Dubai gestartet und wir waren auch mit an Board. Da wir die ganze Reise früh gebucht haben, konnten wir uns auf allen Flügen die Sitzplätze aussuchen und wurden hier vom Reisebüro hervorragend beraten. Ich kann bei einer Boeing 777-300 die Reihe 46 außen nur empfehlen, denn dort hat man ein klein wenig mehr Beinfreiheit und es sind nur 2 Sitze nebeneinander. Am besten vorher noch überlegen, auf welcher Seite die Sonne steht, dann kann man auch schön den Sonnenunter- bzw. aufgang sehen. Der Flug nach Dubai führt uns über das schwarze Meer, die Türkei und den Irak. Man hat den ganzen Flug eigentlich nicht viel gesehen. Ab Kuwait ging es dann. Dort konnte man einzelne Ölfackeln brennen sehen, und natürlich die beleuchteten Straßenzüge. Zwei Filme und ein sehr gutes Abendessen später sind wir dann etwa gegen Mitternacht in Dubai eingetroffen. Dort kam erstmal der Temperaturhammer auf der Gangway. Sobald man die überwunden hat, ist wieder alles im grünen, klimatisierten Bereich. Der Flughafen ist, wie erwartet, eindrucksvoll. Leider kann man das gar nicht so genießen, denn langsam fing die innere Uhr an, aus dem Takt zu kommen. Die Armbanduhr sagt, es ist 0:30 Uhr, dunkel ist es auch, die innere Uhr steht noch auf 21:30 Uhr und holt langsam auf. Im Weiterflug nach Colombo können wir dann ein wenig schlafen, bis die Sonne aufgeht. Montag, 14. Dezember 2009Reise beendet
So, wir sind wieder in der Heimat. Die Hochzeitsreise ist zu Ende. Es gab viel zu sehen und wir haben viel erlebt. Auf alle Fälle sind viele interessante Bilder entstanden, die ich in nächster Zeit hier präsentieren werde. Zusätzlich versuche ich das ganze mit einem kleinen Reisebericht zu würzen.
Los geht's mit einem Weißkopf Seeadler. Erzähl so einem Tier mal, dass Du mit 200mm Brennweite nicht so nah ranzoomen kannst...
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