Am vierten Tag unserer Reise, genossen wir nochmals das reichhaltige Frühstück im Chaya Village in Habarana. Danach ging's mit gepackten Koffern nach Dambulla, zu den Höhlentempeln. Das sind in den Stein gehauene Höhlen, die als Tempelanlage dienen. Diese wurden von König Valagamba ausgebaut, nachdem ihn die Tempel auf einer Flucht vor den angreifenden Indern versteckten. In den größten fünf Höhlen, die man besichtigen kann, befinden sich sehr viele Buddha Statuen. Zusätzlich sind die ganzen Wände und Decken mit Malereien bedeckt, die die Stationen von Buddhas Leben aufzeigen. Dabei sind lustigerweise z.B. Klüfte im Gestein mit in die Zeichnungen, etwa als Fluss, eingearbeitet. Leider ist der Verfall der Höhlen deutlich sichtbar, welcher hauptsächlich durch den großen Gebrauch von Räucherstäbchen verursacht wurde. Wir bewundern alle Tempel barfuß, wie es in den Tempelanlagen üblich ist, und genießen die warme Sonne an diesem Tag.
Buddhastatue in den Höhlentempeln von Dambulla
Zum Mittag schauen wir in einem Restaurant vorbei, dass von der Straße nicht ersichtlich ist. Und dementsprechend ist auch die Straße dorthin recht abenteuerlich. Wir trinken Tee und Papayasaft und lassen uns die gebratenen Gemüsenudeln schmecken. Nächster Halt: Matale. Hier besuchten wir einen Gewürzgarten. Dieser liegt wunderschön im Wald und unsere Führung durch den Garten bietet einiges Neues und Interessantes. Wir sehen und riechen die Gewürze, die wir hier in Deutschland hübsch abgepackt in einem kleinen Dosierglas erhalten, in der Natur und frisch von der dazugehörigen Pflanze. So zum Beispiel Zimt, Nelken, Kakao und Sandelholz. Zum Probieren gibt es auch noch einen Gewürztee und anschließend dürfen wir uns massieren lassen. Unser Führer durch den Garten erklärt uns alle Naturprodukte die man kaufen kann und zum Abschluss dürfen wir auch noch in den Verkaufsraum. Eine Kleinigkeit nehmen wir auch mit, allerdings nicht das an Michaels Bein erprobte Enthaarungsmittel.
Mit unseren Schätzern brechen wir dann endlich auf zur letzten Königsstadt von Sri Lanka, nach Kandy. In der großen Stadt herrscht Chaos auf den Straßen, aber dank Hetti finden wir einen Parkplatz von dem wir zu Fuß Richtung der wichtigsten Touristenattraktion machen: dem Zahntempel. Das ist ein großer Tempel, oder schon fast eine Tempelanlage, in dem der Zahn Buddhas aufbewahrt wird. Dieser Zahn ging aus der Asche von Buddhas Körper nach seinem Tod hervor und wird nun, wie fast alle Heiligtümer im Buddhismus in einer kleinen Stupa aufbewahrt. Allerdings weiß man in diesem Fall tatsächlich, dass sich ein Zahn darin befindet, weil die Engländer die Stupa zum Zeichen ihres Sieges über Sri Lanka entwendet und geöffnet haben.
Zahntemepl in Kandy
Zum Abschluss das Abends wohnen wir noch einer Aufführung traditioneller Tänze bei. Teilweise akrobatisch stellen die Tänzerinnen und Tänzer Situationen des Alltags dar. Der eigentümliche Rhythmus und die fremden Instrumente zeigen uns noch eine weitere Seite Sri Lankas. Als wir den Saal verlassen regnet es in Strömen. Mittlerweile ist es dunkel, doch der Verkehr auf den Straßen ist genauso wild wie immer. So wird es eine recht abenteuerliche Fahrt zu unserer nächsten Unterkunft, weil das Hotel außerhalb von Kandy liegt und die Straße enge und die Böschung hoch ist. Das Hotel hingegen empfängt uns wie immer herzlich mit Getränk und kaltem Tuch. Von der Lobby aus schaut man hinunter zum Pool und zum angrenzenden Fluß. Da es nun wieder aufgehört hatte zu regnen sprangen wir noch für ein paar Runden in den Pool und gingen anschließend zum Abendessen ans Buffet.