
Wir schreiben das Jahr 2006 und es ist Zeit für die Pyrenäenexkursion. Irgendwie kreist mir komischerweise gerade die Frage im Kopf herum, ob Bibi Bloggsberg wohl auch bloggt... Jedenfalls habe ich eben ein paar von meinen Bildern der Exkursion hochgeladen und mache mich nun daran, diese hier einzubinden.

Das erste Bild zeigt unsere bescheidene Bleibe in Tremp. Es handelt sich um eine frische Ferienwohnung, die Platz für 20 Leute bietet. Dort sind wir nach einer lächerlich kurzen 16 stündigen Fahrt angekommen. Über unser wohlbefinden wachte zusätzlich der auf dem Giebel sitzende Vogel. Das Haus war alles in allem gut eingerichtet. Zweibettzimmer, manche mit eigenem Bad. Zwei Küchen und schnickschnack. Nette Besitzer die im anderen Hausteil wohnen und eine kleine Schreinerei betreiben, so wie ich das mitbekommen habe. Um sich zu verständigen sollte man allerdings rudimentäre Französischkenntnisse mitbringen...

Auf dem nächsten Bild sieht man dann den ersten Ausritt am nächsten morgen in aller Paläontologenfrüh mit unserer VW Karawane. Das Bild habe ich nur mal so auf der Fahrt geschossen. Damals wusste ich noch nicht, dass es dort überall so gut aussieht. Es kam also schnell die Einsicht, dass ich so etwas "normales" gar nicht fotografisch festhalten muss. Auf dem Bild zu sehen ist, so weit ich mich entsinne (man korrigiere mich) die oligozäne Abfolge, die über den interessanteren älteren Abfolgen diskordant liegt. Ferndiagnostisch auf dem Bild würde ich sagen, es handelt sich um ein Konglomerat.

Dieses Bild links enstand dann gegen Ende des ersten Tages. Hier sind schöne Rippeln zu bewundern. Das finde ich einen so faszinierenden Aspekt der Geologie: Wie an manchen Stellen im wahrsten Sinne des Wortes Momentaufnahmen der Natur gemacht werden, um dann über millionen von Jahren konserviert zu werden. Jeder hat sie schon am Strand gesehen und mit den Füssen erfühlt. So wie auf dem Bild können sie dann etliche Jahre später aussehen.

Zum Abschluss dieses Blogeintrags gibts noch ein schönes Bild, was mit Geologie nichts zu tun hat. Es ist eines der wenigen Bilder, die unsere VW Karawane hat extra anhalten lassen, damit all die Geofotografen schnell ein paar Bilder machen konnten. Inklusive mir natürlich. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich das Auto nicht verlassen habe, sondern lediglich das Fenster heruntergekurbelt. Ein bisschen haben mich die Kirschbaumfelder an die Filmszene aus Exkalibur erinnert, als unsere wackeren Recken zum letzten mal zu Orffs Carmina Burana in den Krieg reiten um den Fiesling Mordred zu besiegen. Parallelen zu unserem nächsten Stopp waren dann aber doch nicht erkennbar.